Schachklub Marktoberdorf e.V.

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Zwei Titel und zwei dritte Plätze

22.07.2022

Marktoberdorf I war zu Gast beim SK Mering, der bislang noch ungeschlagen mit zwei Zählern Vorsprung auf Rang eins der Schwabenliga-I-Tabelle lag. Doch Rechenkünstler hatten ermittelt, dass ein 5:3-Sieg zur Punktgleichheit und aufgrund des besseren persönlichen Vergleichs zur Meisterschaft genügen würde. Hans Brugger teilte in ausgeglichener Stellung den ersten Zähler. Danach kam die große Stunde der Oberdorfer Gäste. Moritz Jankowski überspielte seinen Gegenüber im Gambitstil und setzte ihn Matt. Ebenso hilflos war der Gegenüber von Robert Kollmann, dessen König buchstäblich am ganzen Leib gefesselt war und keinen guten Zug mehr hatte. Dr. Patrick Stiller drängte seinen Kontrahenten immer mehr an die Wand und zwang ihn zur Aufgabe. Nichts für schwache Nerven war der Kampf von Heiko Pensold, der einen Triumph der Verteidigung feierte, nachdem er die feindlichen Attacken abgewehrt und zum Gegenangriff übergegangen war. Der Sieg war somit perfekt – doch noch war Platz eins in Schwaben noch bei Mering. Erst als sich Roland Wagner in die Siegerliste eintrug, fiel die große Anspannung, denn sein Gegner übersah in Zeitnot die eigene Grundreihenschwäche. Den Meringer Ehrenpunkt gab es am ersten Brett, wo Martin Ruprecht im Endspiel nur knapp den Kürzeren zog. Umso erfreulicher zum Abschluss die Punkteteilung von Günter Riedl, der in rund achtzig Zügen all seine Verteidigungskunst aufbrachte, für die er so berüchtigt ist. Dem Aufstieg in die Regionalliga Bayern steht nach diesem 6:2-Kantersieg lediglich noch ein Protest im Wege, dessen Ausgang von den Marktoberdorfern aber gelassen gesehen wird.

Doch auch die übrigen drei Teams standen noch im Fokus des Geschehens. Dabei stand die zweite Garnitur gegen Titelaspirant Post-SV Memmingen erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Beim 1,5:6,5 gab es als einzige Lichtblicke drei Punkteteilungen durch Karl Eiband, Dr. Bernd Neumann und Maximilian Hilscher, während die übrigen vier Akteure die gegnerische Stärke anerkennen mussten. Freude gab es hingegen in der B-Klasse Südschwaben. Der erhoffte Ausrutscher des Tabellenführers Martinszell trat ein und bedeutete für die dritte Mannschaft der Kreisstädter – da sie bereits vorgespielt hatten und somit spielfrei waren – die überraschende Meisterschaft in der untersten Allgäuer Spielklasse, die zum Aufstieg in die A-Klasse berechtigt. Zeitgleich wurde Team IV guter Dritter und schloss die Saison ebenfalls erfolgreich ab.

 
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